Schauspiel
nach dem Bestsellerroman von Daniel Glattauer
Für
die Bühne geschrieben von Daniel Glattauer und Ulrike Zemme
Inszenierung
Schnürschuh Theater, Regie: Kurt Wobbe
Es spielen: Emmi: Vivienne Kaarow, Leo: Frank
Stuckenbrok
Spieldauer: 2 Stunden 15 Minuten zzgl. Pause
Ein einziger falscher
Buchstabe lässt Emmi Rothners Mail irrtümlich bei Leo Leike landen - und so
erlebt der Zuschauer, wie sich die Homepage-Expertin und der
beziehungsgeschädigte Kommunikationswissenschaftler näherkommen; schon entsteht
eine ganz besondere Brieffreundschaft im Internet-Zeitalter. Doch kann sich
daraus auch eine Verliebtheit oder sogar Liebe entwickeln, wo die beiden sich
doch im wirklichen Leben noch nie begegnet sind? Bald scheint es nur noch eine
Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten persönlichen Treffen kommt ...
Von hart bis zart, von trotzig bis hingebungsvoll - von schnodderig bis
verzweifelt, von unendlich traurig bis unfassbar komisch: Keine Gefühlslage
bleibt in „Gut gegen Nordwind“ ausgespart.
Das Theaterstück lebt von
der Lebendigkeit im Spiel, denn nicht Mails-Schreiben steht im Vordergrund,
sondern oft freche, dann wieder gefühlvolle Dialoge und das Innenleben der
Figuren. Es entsteht ein Schlagabtausch und von Anfang an spürt man, dass Emmi
die Offensivere, aber auch Wankelmütigere von beiden ist, dass Leo genervt ist,
wenn Emmi ihn mit ihren fehl geleiteten Mails auch noch im falschen Moment
erwischt, dass aber auf beiden Seiten einer Mauer Interesse aufzukeimen
beginnt.
Es ist die Annäherung zweier
Menschen, die einander noch nie gesehen haben und doch so viel von einander
wissen wollen.
„Zu meinem Glück gehören
E-Mails von Leo“ schreibt Emmi. Auch Leo lässt sich hinreißen: „Schreiben Sir
mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist Küssen mit
dem Kopf.“