Es spielen: Pascal Makowka,
Sissi Zängerle, Claus Franke
ab 7 Klasse, Spieldauer: vorauss. 90 Minuten inkl. Gespräch
Es ist ein ganz normaler Tag, als Nico aus
der Schule nach Hause kommt und seine Eltern ihn plötzlich übersehen. Ganz so,
als sei er mit einem Mal unsichtbar geworden. Für sie ist er einfach nicht mehr
da. Also schleift die Mutter Nico zur Polizei, um eine Vermisstenanzeige
aufzugeben. Auch in der Schule scheint ihn plötzlich niemand mehr wahrzunehmen.
Die Eltern machen sich große Sorgen, und Nico
bekommt starke Bauchschmerzen. Das veranlasst die Eltern wiederum, mit ihm
einen Arzt aufzusuchen. Vielleicht hat er ja nur etwas Falsches gegessen? Aus
Sicht der Eltern steht fest: Mit Nico stimmt irgend etwas nicht, er ist nicht
normal. Dabei sorgen sie gut für ihn, es fehlt ihm doch an nichts. Die
Situation wird für Nico immer unerklärlicher. Als das Schulfest vor der Tür
steht, reift in ihm ein verzweifelter Plan. Es muss etwas getan werden, damit ihn
keiner mehr übersieht.
Der Autor Michael Ramlose erzählt eine
Geschichte aus der Sicht des Jugendlichen Nico. Die Sicht auf die Erwachsenen in
diesem Stück ist konsequent parteiisch. Man sieht nur, wie Nico sie sieht:
grotesk und überzeichnet.
Das Theaterstück ist die fiktive Geschichte eines jugendlichen Amokläufers und
zeigt die Beziehungslosigkeit zwischen Täter, Familie, Freunden und Schule. Das
Stück, das sich an ein jugendliches Publikum ab 12 Jahren richtet, will
aufzeigen, dass es einer Kette von Ereignissen bedarf, bis es zu so einer
schockierenden Tat kommt.
Die Inszenierung wirft Fragen auf und veranlasst
vielleicht den einen oder anderen Zuschauer in Zukunft aufmerksamer und
sensibler zu sein.